Arbeitslosigkeit mal anders gesehen

oder: wohin verschwindet das Geld?

Warum sind so viele ohne Arbeit? Werden die alle nicht mehr "gebraucht"? Es heißt, die Probleme, die wir in Deutschland haben, seien:
  • die Arbeitslosigkeit,
  • die Lohnzusatzkosten,
  • das Wirtschaftswachstum,
  • die Sozialkosten,
  • die Steuerpolitik,
  • der "Standort Deutschland"
  • usw., usw.
Oder einfach nur die falsche Partei?

Nein, das sind alles nicht die Probleme. Das sind nur die Symptome eines viel größeren Problems.

Beispiel Arbeitslosigkeit

Es heißt, es sei schlicht keine Arbeit da. Nur, was sehen wir ?
  • Wir sehen zum Beispiel bundesweit Schulen, die renoviert werden müssen.
  • Wir sehen eine Infrastruktur, die dringend den heutigen Verhältnissen angepasst werden muss.
  • Wir sehen ökologische Aufgaben, die erledigt werden müssen.
  • Wir sehen zu wenige Kindertagesstätten, die wir dringend brauchen.
  • Und, und, und ...
Anhand der wenigen Punkte ist es ersichtlich, daß genug Arbeit da ist. Es ist Arbeit da für Millionen. Nur - diese Arbeit wird nicht erledigt.

Warum ? Die Antwort, die man hierauf von den "Verantwortlichen" erhält, lautet: "Es ist kein Geld dafür da".
Das vorhandene Volksvermögen hat sich seit 1950 ver32facht - inflationskaufkraftbereinigt bei etwa gleichbleibender Bevölkerungszahl. Wie soll man die Aufteilung dieses Kuchens verstehen? Das bedeutet doch, daß für die Bedürfnisse jedes Bürgrs heute 32mal so viel Geld zur Verfügung steht wie vor 50 Jahren.
Und damals konnten wir es uns leisten, die Schulen nicht nur zu renovieren. Wir konnten sie bauen! Und noch viel mehr konnten wir uns leisten. Damals, als 32mal so wenig Geld da war. Paradox, nicht wahr ?

Wo also liegt das wirkliche Problem, wenn für Arbeit, Bildung, Gesundheit usw. "kein Geld da sein soll" ?

Ich möchte einmal bewußt die milliardenfache Geldverschwendung Deutschlands für Asyl-, Wirtschafts-, Bürgerkriegs- und "Kontingent"- Flüchtlinge, irrsinnige Milliardenzahlungen an Kindergeld für hier lebende ausländische Familien und wahnwitzige Zahlungen an die EU, als größter EU-Nettozahler, außen vor lassen.

Die Antwort, mit der ich mich beschäftigen möchte, ist ein Tabuthema, aber wohl nicht mehr lange:
Die Interessen des Kapitals wiegen schwerer als die Interessen des deutschen Volkes"
Im Klartext heißt das: Das Kapital, welches ausreichend vorhanden ist, investiert sich einfach nicht in Dinge, die nicht eine Rendite von mindestens den Bankzinsen in Höhe sechs Prozent erwirtschaften. Und eine Investition in das deutsche Volk, zum Beispiel für Bildung, erbringt eben keinen (kurzfristigen) Profit auf das Geld in Höhe von sechs Prozent.

Noch klarer: Dem Kapital ist es zu schade, sich für die Interessen der BRD einzusetzen, wenn sich die leistungslose Geldanlage von jährlich sechs Prozent rentiert. Eigentlich eine Schande. Und es kommt noch dicker: Wer bezahlt eigentlich die mindestens sechs Prozent Zinsen derer, die mehr Geld haben als sie brauchen und es deshalb "anlegen" können ?

Natürlich diejenigen, die weniger Geld haben, als sie brauchen und es sich deshalb leihen müssen. Das sind wir, das sogenannte kleine Volk. Wenn irgendjemand Zinsen bekommt, muß irgendjemand Zinsen bezahlen. Auf diese Weise muß das "Volk" einen Großteil seiner Arbeitsleistung nur dafür erbringen, daß Schuldzinsen bezahlt werden können. Auch Herr Müller oder Herr Meier, die vielleicht gar keinen Kredit mehr laufen haben, müssen zahlen oder viel mehr arbeiten.

Dämmert es jetzt, wohin ein Teil des ganzen Geldes verschwindet ? Durch einen offensichtlichen Fehler in unserem Geldsystem fließt das Geld immer schneller von dem einem Teil des deutschen Volkes, der leihen muss, zu dem Teil, der verleihen kann. Also von unten nach oben, wenn man so will. Und noch was: Im Moment reden alle vom Wirtschaftswachstum als dem einzigen Mittel, die Misere zu beenden. Ist es nicht seltsam, daß es anscheinend nur möglich ist, bei mindestens sechs Prozent Wachstum einen gleichbleibenden Lebensstandard aufrechtzuerhalten ?

Und daß bei dem momentanen Wachstum von nur einem Prozent alles zusammenbricht ? Überlegen Sie mal: ein Prozent Wachstum heißt, daß unsere diesjährige Wirtschaftsleistung ein Prozent größer ist als letztes Jahr. Trotzdem kennt alles nur eine Richtung: Bergab. Warum ist das so ?

Vereinfacht ausgedrückt, besteht ein Wirtschaftsraum aus einer Wirtschaftsleistung auf der einen und dem Kapital auf der anderen Seite. Wenn nun das Kapital zwangsweise um sechs Prozent wächst, also Zinsen kassiert ohne Leistung abliefern zu müssen, muß auf der anderen Seite die Wirtschaftsleistung ebsenso um sechs Prozent wachsen, um gleichbleibenden Standard zu sichern.
Das nennt man dann Wachstumszwang.
Und ohne den geht es halt bergab. Die BRD steht im Hamsterrad und tritt und tritt und tritt. Herzlichen Glückwunsch !

J.W.
NPD Göttingen - BRD
 31.07.2005