Charakterspuren


Wenn man bei den christlichen Kirchen nach Restbeständen von Charakter und Rückgrat sucht, müssen auch die Norddeutschen immer wieder feststellen, daß diese wichtigsten menschlichen Eigenschaften - wenn auch bloß in kleinen Dosen - nur noch bei der katholischen Konfession zu finden sind. An diesem Wochenende veröffentlichte nämlich Papst Johannes Paul II. ein Schreiben, in dem vor den Folgen des Kampfs der Geschlechter gewarnt wird. Dieser Kampf gefährde die Struktur der Familie und verhindere ein Zusammenwirken von Mann und Frau. Ausdrücklich wird betont, daß durch diesen inszenierten "Geschlechterkampf" die biologisch vorhandenen Unterschiede zwischen Mann und Frau verwischt und auf ein Minimum reduziert würden.

Diese richtige und eigentlich sehr sachliche Schilderung von dem, was man auch undiplomatischer, aber kurz und gut als eindeutige Zeichen von Überzivilisation und Degeneration bezeichnen könnte, wurde prompt - wenn auch unfreiwillig - von unserer männerlosen BRD-Politkaste mit restlos degenerierten Reaktionen bestätigt.

Frei von jedem Argument zeterte Volker Beck, der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen: "Das Dokument des Vatikan kann nicht verschleiern, daß sich die Kirche in unserem Jahrhundert nicht zurechtfindet."
Frage: Wenn die katholische Kirche dieses Dokument gegen den Zeitgeist veröffentlicht, dann doch bestimmt nicht, um diese ihre Überzeugung zu verschleiern? - zwingend logisch! Und ob sich bei diesem Thema die katholische Kirche nicht zurechtfindet, oder aber unser "Jahrhundert" (mit dieser überheblichen Bezeichnung ist ohnehin nur die weitgehend auf Europa, Amerika und Australien begrenzte westliche US-"Werte"gemeinschaft gemeint), wird sich noch zeigen müssen.

Beck degenerierte aber noch stärker, indem er anführte, daß die katholische Kirche "nach wie vor keine zeitgemäße Sexualmoral" habe.
Frage: Herr Beck, wo bitteschön, finden wir denn ihre "zeitgemäße Sexualmoral"? Beim Anschauen unserer "moralischen" Schweinemedien etwa? Oder bei der "Love Parade" und dem "Christopher Street Day", wo ihresgleichen mit dem fettverdienten Hintern herumwackelt? Na danke!

Und dann sprach zu uns noch - ebenfalls argumentsbereinigt - Ina Lenke, die die Frechheit besitzt, "familienpolitische" Sprecherin der Grünen zu sein: "Diese illiberale und vorsintliche Realitätsfremdheit wird auf Dauer der katholischen Kirche schaden."
Bezeichnend für unsere BRD-Politklasse! Offen wird hier zugegeben, daß es nur noch darauf ankommen soll, sein Fähnchen mit dem Wind (welchen die internationale Hochfinanz bläst) zu drehen; ganz genau so wie es unsere etablierten Einheitsparteien schon seit Jahrzehnten tun. Nicht für seine Überzeugung einstehen, sondern Karriere machen - das ist bei diesen Leuten gefragt. Wahrhaft ekelerregend!

Auch wenn die katholische Kirche gewiß viel Dreck am Stecken hat und für eine Rettung Deutschlands vermutlich keine Rolle spielen wird, so sollten wir die letzten sein, die nicht immer bereit sind, Ehrlichkeit und Mut anzuerkennen. Ehre, wem Ehre gebührt!


Stephan Pfingsten
NPD Göttingen - BRD
 02.08.2004