die Englischbeller


Hiermit oute ich mich über Internet, damit ihr das downloaden könnt für's Meeting am Hairstyle-Shop:

Wir sprechen Deutsch, manch andere nicht. Sie meinen, jedes zweite gesprochene Wort durch ein englisches ersetzen zu müssen. Besonders die Zeitgenossen aus dem vielbeachteten Fernsehen und ihre nachahmenden Rundfunkkonsumenten zwingen sich bei jeder Gelegenheit ein aufsehenerregendes englisches Wort heraus, um ihrer Umwelt mitzuteilen, daß man doch Englisch kann, modern ist und sich von den rein deutschsprachigen Spießern abgrenzt.

Im Hundegebell wird eine Information im Klang transportiert. Hierin sind keine konkreten Wörter enthalten, und so kann der gute Hund auch nur verstehen, ob er aggressiv oder liebevoll vom Herrchen angesprochen wird. Das, was das Herrchen wirklich spricht, ist dem Hundchen total wurscht. Es wird wenig nützen, dem Hunde im liebevollen Ton zu erklären, daß dieser nicht mehr in das Rosenbeet scheißen soll. Im Gegenteil, er fühlt sich durch den netten Ton in seinem Verhalten bestätigt und wird dies weiter tun.

Ebenso wie im Hundegebell, so transportiert das unsägliche Englisch, als Einschub in den deutschen Sätzen, nur eine abstrakte, undefinierbare Empfindung durch seinen Klang, jedoch keine konkrete Mitteilung. Ja der Sprecher will sogar nur eine unbestimmte, inhaltslose Information mitteilen, auch um vor allem seine eigenen Gefühle und Gedanken verbergen zu können. So etwas geht eben mit kauderwelschen Englischeinschüben in den gesprochenen Satz am allerbesten.

Diese, die da bellen, tun es so wie die angelsächsisc- normannische Mischbevölkerung auf den Britischen Inseln. Dort entstand die multikulturelle Pöbelsprache aus dem von Angelsachsen gesprochenen Deutsch und von Normannen gesprochenen Französisch - eine Sprachwüste aus französisch klingendem Deutsch, aus dem später das heutige Englisch wurde.

Der Einschub von englischen Wörtern in deutschen Sätzen dient der Vermittlung, daß man kräftig, zeugungsfähig sei und hohe soziale Stellung habe. Kurzum, daß englisch Plappern ist animalisches Imponiergehabe, und daher zuvorderst bei partnersuchenden und gruppenanführungswilligen Jugendlichen am meisten beliebt.

Da die zumeist Jugendlichen Englischbeller auch sehr konsumfreudig sind, verwundert es nicht, daß sich gerade die Werbung und die Medien dieser Englisch- Bellerei bedienen.

So wie heute Englisch, so verwendeten vor 2 bis 3 Jahrhunderten manche adeligen Deutschen das Französisch zur Artikulation ihrer Imponiergelüste.

Nun solle man sich nicht hingeben und meinen, daß ja schon seit Jahrhunderten zuhauf lateinische oder griechische Wörter im Deutschen eine neue Heimat gefunden hätten. Diese Wörter sind gerade nicht abstrakt klingende, inhaltslose Imponierwörter, sondern dienen tatsächlich der Vermittlung konkreter Informationen und genauer Bestimmung zweifelhafter Begriffe in einfachen Wörtern. Sie stellen daher einen Nutzen dar, mehren unser Urteilsvermögen und können uns wegen ihrer Eindeutschung gar nicht überfremden.

Wie wäre es also, wenn wir Deutschen es versuchen würden, mit der restlosen Beherrschung der deutschen Sprache zu imponieren?

J.W.
NPD Göttingen - BRD
 31.07.2005