Satire                                             Schockierendes Ergebnis in Sachsen


Extreme verlieren an Zustimmung, haben aber immer noch erschreckenden Rückhalt
Von Thorsten Werckmann

Allen Mahnungen und Appellen von nationaler Seite zum Trotz: Die dummextreme Einheitspartei mit ihren Fraktionen CDU, PDS, SPD, FDP und Grüne ist mit rund 86 Prozent der Stimmen wieder in den sächsischen Landtag eingezogen. Damit verliert die volksfeindliche Einheitspartei zwar an Zustimmung, ist aber dennoch kontinuierlich seit 1990 im sächsischen Landtag vertreten.
"Was tun gegen Dummextremismus?", das fragen sich auch jetzt nach der Wahl viele Menschen in Sachsen. Vor allem die Jungen sind besorgt, denn zwar entschieden sich in dieser Altersgruppe nur noch etwas über 70 Prozent für die Dummradikalen - aber die Bedrohung bleibt. Längst ist die dumme Einheitspartei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und das nicht nur in Sachsen, sondern überall in Deutschland: Unterstützt wird sie dabei von parteiunabhängigen, sogenannten "freien Idioten" sowie neoschwachsinnigen Gruppierungen, wie dem deutschlandweit agierenden DGB.

Dabei zeichneten sich die Dummextremisten in den vergangenen Jahrzehnten durch keinerlei Politikfähigkeit aus: In allen Parlamenten blamierten sie sich bis auf die Knochen, zerstritten sich und fielen fast durchgängig durch Unentschlossenheit, Korruptionsaffären oder bloßes Nichtstun auf.
"Es sind deren einfache Parolen, welche viele Menschen nach wie vor ansprechen", so der Wahlforscher P. Anick von der Universität Göttingen.  "Sprüche wie 'Herz statt Hartz' oder 'Wir sind die Profis' versprechen einfache Lösungen und lassen viele orientierungslose Menschen ihr Kreuz bei den Dummen machen."
Aber es sind nicht nur solche plumpen Sprüche, mit denen die Einheitspartei auf Stimmenfang geht, auch mit offen dummextremen Aussagen wie "Vernunft raus aus den Köpfen!" kann sie sich inzwischen an die Öffentlichkeit wagen, ohne auf entschiedenen Widerstand in der Bevölkerung zu stoßen.

Sind die bunten Rattenfänger noch zu stoppen? Der 24jährige T.Müller von der Leipziger Initiative "Gegen Deutschenhass und Dummextremismus" hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Wir gewinnen an Zulauf, gerade die Jungen beginnen langsam aufzuwachen. Manchmal denke ich, zu langsam." sagt er und schaut mit Besorgnis auf die Straße vor seinem kleinen Büro. Denn dort hat man Angst - Angst vor den prügelnden und gröhlenden Horden der Neoschwachsinnigen, welche zumeist aus dem Genossenschafts- und dummextremen Autonomenmillieu stammen.
"Uns bleibt nur die Aufklärung - Flugblätter verteilen, Plakate kleben und demonstrieren. Und gemeinsam mit der NPD und parteilosen Nationalisten haben wir ja schon einiges erreicht." sagt Müller und schaut hoffnungsvoll auf die Wahlergebnisse für die NPD, die auf seinem kleinen Schreibtisch liegen. "9,2 Prozent für die Vernunft und gegen Antigermanismus und Deutschenhass - das ist doch schon was. Zwar noch nicht genug, aber immerhin ein Anfang".


NPD Göttingen - BRD
 20.09.2004