WASG: Alternative oder Schwindel ?


Auf scheinbares Drängen der WASG hat sich der Vorstand der PDS dazu entschlossen, ihren Namen zu ändern. Sie soll künftig "Die Linkspartei" heißen. Welch prächtiger Einfall.

Wir lesen es in den letzten Wochen nur zu oft. Spekulationen über die Organisationen PDS und WASG. Was aber verbindet diese Parteien eigentlich? Soll es tatsächlich darum gehen, die beiden Organisationen auch im jeweils "anderen Teil Deutschlands" zu etablieren? Also die PDS im Westen und die WASG in Mitteldeutschland? Oder haben wir es mit einem bloßen Protesttheater zu tun? Geht es vielleicht darum, nach den Republikanern einen neuen Versuch zu starten, der wieder erstarkten NPD die Wähler zu entreißen?

Wie wir alle wissen, hat diese Taktik der BRD schon einmal gefruchtet. Darum hat sich jetzt das Bündnis aus NPD und DVU gebildet. Niemals wieder sollen sich nationale Menschen bekämpfen. Weil wir das gleiche Ziel verfolgen, müssen wir gemeinsam kämpfen. Dieses Ziel haben wir bis auf einige unverbesserliche Staatsdiener erreicht. Doch der Staat ist nicht müde. Es mag noch gelingen, nationale Kräfte zu einen, obwohl auch dies schon ein äußerst schwieriges Unterfangen war.

Was aber, wenn auf einmal eine politische Kraft auftaucht, die sich nicht als national, sondern als äußerst "links" gibt, seltsamer Weise in den heute ernst zu nehmenden Fragen aber ähnliche Haltungen wie die nationalen Kräfte einnimmt? Zum einen ist damit wieder einmal festszustellen, das der Kampf "Rechts" gegen "Links" endlich einzustellen ist, weil es keine Linken und Rechten gibt. Es gibt in Deutschland deutsche Probleme, die Deutsche zu lösen haben. Und die müssen um ihrer selbst Willen zusammenstehen. Aber auch ein anderer Gedanke scheint nicht sehr abwegig: Angenommen, diese scheinbar "alternative" Partei tauchte in dem Moment auf, in dem die Menschen sich nach Arbeitsplätzen, Sicherheit und gewisser Zukunft sehnen. Die einzige Partei, die diese Politik zu bieten hat, ist die NPD, weil sie gegen die perverse Politik der Globalisierung steht.

Und angenommen, der Staat wollte erneut sicher sein, daß eben die NPD nicht die Möglichkeit erhält, daß die Menschen sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft der NPD anschließen und ihr ihre Stimme geben. Weil der Staat weiß, daß die nationalen Kräfte es geschafft haben, sich zu verständigen, muß er sich etwas neues ausdenken. Er stampft also keine neue nationale Kraft aus dem Boden, die der NPD die Stimmen raubt, sondern eine linke. Kein Mensch will ernsthaft daran glauben, daß es ein Bündnis zwischen NPD und WASG geben würde. Und schon hat das System wieder das erreicht, was es wollte:  teile und herrsche. Erbärmlich, aber wirksam.

"Ich bin sicher, die Menschen werden nicht mahr lange auf solche Mogelpackungen hereinfallen. Ich habe das schon oft gesagt und ich werde es immer wieder sagen. Wer einen wirklichen politischen Wechsel möchte, der muß auch einen echten Wechsel wählen. Eine Partei, die nur herumeiert und zwischen PDS und Lafontaine spielt, ist weder politisch noch in sonstiger Form ernst zu nehmen. Dennoch freut es mich, daß Oskar Lafontaine das ausspricht, was Sache ist. Wenn wir von Fremdarbeitern sprechen, wird es nicht gedruckt. Wenn Lafontaine das tut, wird es gedruckt. Das ist doch was positives. Er ist wirklich eine Bereicherung für uns. Wenn Oskar merkt,  daß WASG eigentlich für Wahlalternative für Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Globalisierung steht, wird er vielleicht zur NPD kommen. Dann darf er auch offiziell Mitglied der NPD werden. Mehr wird aber nicht verraten", sagte Frank Franz, der stellvertretende Vorsitzende der NPD im Saarland.

NPD Göttingen - BRD
29.06.2005