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Trauermarsch in Halbe 2004 |
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Halbe: Heiliger Ort des deutschen Volkes Dort
liegen etwa 25.000 Tote, gefallen in der Kesselschlacht, in märkischer
Erde auf den Friedhöfen und in Massengräbern.
Historie
Im brandenburgischen Halbe hat 1945 eine
der letzten großen Kesselschlachten des Zweiten Weltkrieges stattgefunden.
Zwar wußten die deutschen Landser und europäischen Freiwilligen, daß der Krieg für sie verloren war, doch wollten sie sich dem massenhaft überlegenen russischen Gegner nicht ergeben und versuchten, die Zivilbevölkerung vor sowjetischen Verbrechen zu schützen. Zu bekannt waren die Grausamkeiten, die Bilder zu Tode vergewaltigter Frauen und Mädchen, erschlagener Säuglinge, massakrierter Zivilisten sowie Verwundeter; zu bekannt die Bilder an Scheunentore genagelter Geistlicher usw.; zu bekannt jene Verbrechen, die wiederzugeben sich die Feder sträubt. Wer den Russen in die Hände fiel, wurde mit großer Wahrscheinlichkeit niedergemacht oder führte ab diesen Zeitpunkt ein so qualvolles und menschenunwürdiges Leben, daß der Tod die reinste Erlösung war. Nein, der Roten Armee wollte sich niemand ausliefern. Viele wollten das kleinere Übel wählen und sich den Amerikanern ergeben. Aber auch dieses war für manchen und besonders den Angehörigen der Waffen-SS kaum begrüßenswert, da die Berichte aus Frankreich und im Westen des Reiches bekannt waren, wo gerade Waffen-SS-Soldaten nicht in Gefangenschaft gerieten, sondern an Ort und Stelle ermordet wurden. Viele kämpften daher in Halbe bis zur letzten Patrone, bis zum letzten Atemzug und gingen mit ihrem Vaterland unter. Dort, in und um Halbe ist jeder Quadratmeter des märkischen Bodens aufgewühlt und mit deutschem Blut getränkt - ertränkt - worden. Überall lagen und stapelten sich die Leichen gefallener Soldaten, die der Einwohner und Vertriebenen, sowie die Kadaver toter Pferde und des Herdenviehs der Flüchtlinge. Trotzig setzten sich die Menschen, um ihr Schicksal wissend, heroisch zur Wehr. Sie unternahmen drei Ausbruchsversuche, in drei Wellen gestaffelt und unter Aufbietung der letzten Kräfte. Die erste Welle sprengte den Riegel der Russen auf und entkam dem Kessel, mit ihnen viele Zivilisten. Doch dieser aufgebrochene Fluchtweg konnte nicht gehalten werden und wurde rasch vom Feind wieder geschlossen. Die Ausbruchsstelle, welche über freies Feld führte, wurde unter so höllisches Sperrfeuer sowjetischer Artillerie, Granatwerfer und Panzerkanonen genommen, daß alle weiteren deutschen Widerstandsversuche vergebens waren und die Lichtung, der vermeintliche Fluchtweg, zu einem furchtbaren Massengrab deutscher Männer, Frauen und Kinder wurde. Um dem Heldenmut hier ein Gesicht zu geben, sei hier eine kleine Begebenheit geschildert: Eine kleine Kampfgruppe befand sich gerade in den Rückzugskämpfen um Halbe. Dabei wurden einem jungen, mit den Deutschen verbündeten, niederländischen Soldaten im Gefecht beide Beine zertrümmert und er bat seine Kameraden, ihn zurückzulassen. Er setzte sich in einen Bombenkrater, bewaffnete sich mit einer Maschinenpistole und legte einen Haufen Magazine hierfür neben sich. Jahre nach dem Krieg wurde sein Leichnam in dem Erdloch gefunden. Er lag gebeugt über seiner MP, sein Oberkörper war von unzähligen Schüssen durchsiebt. Der Schädel eingeschlagen. Alle Magazine waren bis auf die letzte Patrone verschossen. Er wurde nach seinem heldenhaften Widerstand von den Russen überrannt und niedergemacht, nachdem er die Sowjets längere Zeit aufgehalten und somit seinen Kameraden zum Ausbruch verholfen hatte. Die Männer seiner Einheit, welche den Krieg überlebten, fanden seine Identität heraus und übergaben die sterblichen Überreste seinen Familienangehörigen in den Niederlanden, wo er seine letzte Ruhe fand. Nebenbei: es kämpften über 50.000 Niederländer freiwillig auf deutscher Seite! Der
Trauermarsch 2004
Es wurde vom Staat und seinen willigen
Vollstreckern mal wieder nichts unversucht gelassen, um das Heldengedenken
in Halbe zu unterbinden und/oder zu behindern!
Nachdem ein Verbot des Gedenkens vor dem Gericht nicht erwirkt wurde, bediente man sich anderer Methoden. So wurde zum Beispiel nach dem Bekanntwerden, daß bei dem Gedenkmarsch eine Gulaschkanone eingesetzt werden sollte, um den zum Teil weit angereisten Teilnehmern eine kleine, wärmende Mahlzeit anbieten zu können, dieses untersagt, da so etwas angeblich einer besonderen Genehmigung bedürfe. Nun ja, so wurde halt die Gulaschkanone ganz korrekt mit angemeldet. Als die Genehmigung des Amtes bei einem der Organisatoren eintraf, wurde sie nur zwei (!) Stunden später wieder zurückgezogen, mit der scheinheiligen Begründung: wenn man bei einer Veranstaltung Essen anbietet, habe man auch Toiletten zur Verfügung zu stellen, welche dann ebenfalls angemeldet und zugelassen werden müßten. Auch dieses geschah! Doch die Toiletten wurden mit der lächerlichen Begründung nicht genehmigt, daß diese im Zweifelsfall als Waffen (!?) eingesetzt werden könnten. So ging es hin und her. Am Ende hatten wir dann doch unsere Gulaschkanone und genug Toiletten für alle... Solcher Umgang mit heimattreuen Menschen ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel in der BRD! Jeder, der etwas aktiv ist, weiß das. Nur damit auch andere Leute mitbekommen, was hier so abläuft, wie bekloppt manche Ämter, Sicherheitsbeamten und Staatsbüttel sind, sei dieses Beispiel hier mal erwähnt. Grundgesetz, Meinungsfreiheit? Ein Hohn! Als die 1.600 Männer und Frauen, Jungen und Mädchen vollzählig waren, machte sich der Trauerzug marschbereit. Reihenbildung, etc. wurde verboten - zu militärisch ! Wie hirnverbrannt !!! Vorher begrüßte Christian Worch noch die Teilnehmer und verlas die Auflagen, wozu er einige Zeit brauchte, da die Palette an Vorschriften etc. immer sehr lang ist. Dann ging es los!
Alle Ehrenkranzträger, deren Schleifen zum Teil mit den Namen der in
Halbe Einheiten bedruckt waren, die in Halbe gekämpft haben, dahinter
ein riesiger Fahnenblock, bildeten die Spitze und führten den Gedenkmarsch
an. Hunderte Fahnen mit den Farben sämtlicher Nationen, Bundesländer
und die der deutschen Ostgebiete, sowie schwarze Fahnen flatterten uns voraus.
Unsere Marschroute wurde dermaßen von den “Ordnungshütern” beschnitten,
daß die Strecke zum Friedhof der absolute Witz, sprich kurz war.Aus dem Lautsprecherfahrzeug erklang wehmütige klassische Musik von Beethoven, Haydn, u.a. Schweigend führte der Weg von der Ortsmitte in den Kiefernwald hinein und schließlich bis vor den großen Friedhof, welcher allerdings nicht von uns betreten werden durfte. Verboten ! Es bildete sich ein riesiger Kreis. Im ersten Viertel dieses Kreises standen die Fahnenträger in Viererreihen, den Rest schlossen die anderen Kameradinnen und Kameraden. Im Inneren hatten sich alle Kranzträger aufgestellt und bildeten quasi die erste Reihe. In die Mitte wurde der Lautsprecherwagen aufgefahren. Noch ertönte die klassische Musik, Beethoven. Im Ohr seine bewegende und herrliche Musik, wurde der Toten Andacht gehalten. In dem Wissen, auf welchem Boden wir stehen, waren wir in unseren Gedanken bei dem deutschen Frontsoldaten, dessen Ruhm noch in tausend Jahren nicht vergangen sein wird! Sie waren einfach die besten Soldaten, die diese Welt jemals hervorgebracht hat und wohl möglich hervorbringen wird. Die Kränze wurden währenddessen auf eine kleine Grünfläche, auf der einige Tannen standen, ehrenvoll zu Boden gelegt. Diese Zeremonie dauerte knapp zehn Minuten, da bestimmt 40 bis 50 Kränze niedergelegt wurden. Es entstand so ein prächtiger Anblick. Die guten Kameraden Thomas Wulff und Ralph Tegethoff führten die Totenehrung durch. Dazwischen wurde der letzte Wehrmachtsbericht abgespielt und die Lieder “Ich hatt‘ einen Kameraden” und “Wenn alle untreu werden” (“- so bleiben wir doch treu”) gesungen. Danach wurde wieder “Formation” eingenommen und der Rückweg angetreten. Wieder in der Ortsmitte angelangt, hielt der Kamerad Thorsten Heise eine kurze Ansprache, in der er in kurzen Umrissen das Geschehene von Halbe beschrieb und der tapferen Soldaten gedachte. Ältere Menschen aus Halbe, die sich Zugang zu uns verschafften, hörten interessiert zu und erzählten der jungen, neugierigen Schar ihre Erlebnisse, welche natürlich genauso interessant wie schrecklich waren! Nach diesem beeindruckenden Gedenktag (trotz all der Schmach des Staates) machten sich die Kameraden der Kameradschaft Göttingen und Northeim wieder mit ihrem Bus auf den Heimweg. Kaum saßen wir im Bus, da machte sich der Himmel auf und ein heftiger Regen setzte ein, als wollte er am heutigen Tag die toten Brüder und Schwestern, die zu Tausenden unter ihm ruhen, beweinen... Der Dank gilt jener deutschen Jugend, die noch heute eine Brücke zu den alten Kämpfern schlägt, sie nicht vergißt und ihr Erbe weiter trägt. Ewig
lebt der Toten Tatenruhm!
Mehr zum alljährlichen Heldengedenken in Halbe beim Freundeskreis Halbe |
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| J.W. |
15.11.2004 |
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