Majestätischer Harz

Unser Niedersachsenland: „...von dem Harz bis an das Meer...“

Harzlandschaft Wuchtig und majestätisch, ehrfurchtgebietend hebt sich das Harzmassiv aus der umgebenden Landschaft. Voller Geheimnisse und damit auch furchterregend sind seine dunklen Höhenzüge, oft von Nebelschwaden und Wolken umhüllt, von Sturmwinden umtost, und seine tiefen Täler und Schluchten, denen rauschende, wilde Gebirgswasser ihre Form gaben, lassen mit ihren oft grotesken Gesteinsbildungen der menschlichen Phantasie viel Spielraum. Herb und schroff ist der Harz, dennoch von reizvoller Milde und lieblicher Weichheit. Trotzig recken sich Brocken und Bruchberg, Wurmberg und Ackerberg zu einsamer Höhe empor, doch die sanften Linien der bewaldeten Höhenzüge nehmen diesen Himmelsstürmern die Isoliertheit.

Die zerklüfteten, scharf in das Gestein eingeschnittenen Täler der Flüsse - der Bode, der Innerste, der Oker, um nur einige zu nennen -, vermitteln tiefe Eindrücke von der Allgewalt der Naturkräfte. Teiche, Gräben und unterirdische Wasserstollen legte der Mensch an, um den Reichtum des Gebirges an Erzen und Mineralien ausbeuten zu können. Blei, Eisen, Kupfer, Silber und Zink wurden gewonnen. Diesem Reichtum verdankt der Harz seine Wertschätzung und seine politische Bedeutung in der Frühzeit der deutschen Geschichte. Das Silber des Rammelsberges bei Goslar war es, das diese Stadt unter den ottonischen und salischen Kaisern zu einem Zentralpunkt deutscher Reichsgeschichte werden ließ. Die Herzöge von Braunschweig- Lüneburg ließen seit dem 16. Jahrhundert nach dem Silber des Oberharzes graben und gründeten die sieben freien Bergstädte, in denen sie Bergleute aus dem Erzgebirge ansiedelten. Die Abgeschiedenheit des Gebirges und die Sonderstellung der Siedler haben bewirkt, daß sich Sprache und Lebensart teilweise bis heute dort erhalten konnten.
Anna Purna
NPD Göttingen - Deutschland
 29.01.2005