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Dresden 1945 - Verbrechen oder "Antwort auf Coventry" ? |
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Dresden 1945 – Verbrechen oder „Antwort auf Coventry“? Schätzungen einer
Dokumentation des Internationalen Roten Kreuzes zufolge gab es
275 Tausend Tote, andere Quellen sprechen gar von 300 bis 350 Tausend.
Zahlen, die alles bisher Dagewesene in einen traurigen Schatten
stellen. Hinter jedem einzelnen Opfer steht ein menschliches Drama. Man
kann wohl mit Fug und Recht behaupten, daß sich seit
Menschengedenken
nie eine ähnliche Tragödie zugetragen hat. Nie wurden an nur
einem
einzigen Tage so viele Menschenleben ausgelöscht. Der Angriff richtete sich auf eine erklärte freie, „entmilitarisierte Stadt“. Dies ist eine Tatsache und war damals auch bei den Gegnern bekannt! Alle Flakgeschütze waren abgezogen, in der Stadt befanden sich kaum nennenswerte soldatische Truppen oder kriegsorganisatorische Einrichtungen. Dresden war eine Lazarettstadt, eine Flüchtlingsstadt. Der Krieg war deutscherseits faktisch verloren. Alle Kampfhandlungen richteten sich fast ausschließlich dem Schutze der Zivilbevölkerung und der Verteidigung. Dennoch wurde Dresden mit einem bisher unbekannten Vernichtungswillen zerstört. Coventry
Geschichtsklitterer
versuchen, den Angriff mit dem Fingerzeig auf die britische Stadt
Coventry zu rechtfertigen. Coventry, wo sich das Zentrum der britischen
Flugzeugmotoren- Produktion befand, wurde in der Nacht vom 14. auf den
15. November 1940 von deutschen Bombern angegriffen. Diese und weitere
Kampfhandlungen richteten sich allerdings nur auf Produktionsanlagen,
die wesentlicher Bestandteil der britischen Kriegsmaschinerie waren. Da
diese Anlagen sich aber unmittelbar in der Nähe und in der Stadt
befanden, wurden leider auch Wohnhäuser und die
Bischhofskathedrale stark beschädigt. Die Engländer hatten
568 Tote zu beklagen. Darunter aber ganz klar auch Menschen, die in
eben diesen Militär- bzw. Produktionsanlagen beschäftigt
waren.„Flächenbombardements wurden zuerst von den deutschen Nationalsozialisten als Mittel des Totalen Krieges in Warschau, Rotterdam und Coventry angewendet.“ Es sei festgestellt, daß England mit den Luftangriffen auf Deutschland angefangen und bereits am 19. März Sylt und am 12. Mai 1940 Mönchengladbach bombardierte. Ab dem 26. August 1940 griff die RAF dann auch Berlin immer wieder an. Deutscherseits drohte man London damals mit Repressalien, falls die Angriffe weiter fortgesetzt würden. Der „Totale Krieg“ wurde von Doktor Joseph Goebbels erst am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast verkündet und bedeutete auch nicht, daß man von da an brutaler oder gar bestialisch gegen den Gegner vorgehen wolle, sondern daß die Deutschen in der Heimat noch stärker in den Krieg eingebunden wurden und Maßnahmen getroffen wurden, die mehr Männer für die Fronten freimachen sollten. Warschau Nun, um Warschau wurde 1939 unzweifelhaft gekämpft. Die polnischen Militärs wurden zur Übergabe der Stadt, welche von den Deutschen umzingelt war, aufgefordert. Hunderttausende Flugzettel wurden über der Stadt abgeworfen, der Bombenangriff darin angekündigt und ein Ultimatum genannt. Die Bombardierung war völkerrechtlich zulässig. Dr. Maximilian Czesany, anerkannter Experte für den Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg, hat in seinen Untersuchungen (z.B. "Europa im Bombenkrieg") unmissverständlich festgestellt: Die Luftangriffe auf Warschau wurden zur Unterstützung des Belagerungsheeres durchgeführt, trugen also ausgesprochenen taktischen Charakter. Mehr noch: Den fliegenden Besatzungen der deutschen Luftwaffe war durch Befehl jede kriegsrechtlich nicht zulässige Waffenwirkung gegen zivile Wohnsiedlungen untersagt worden. Die Beachtung dieses Befehls wurde durch laufende Überwachung und Belehrung der fliegenden Besatzung sichergestellt. Darüber hinaus wurde der Zivilbevölkerung die Möglichkeit zum Verlassen der Stadt gegeben. Zu keinem Zeitpunkt ist es zu einer Terrorbeschießung bzw. -bombardierung der Zivilbevölkerung gekommen. Rotterdam
In Rotterdam war es ebenso. Rotterdam war eindeutig eine verteidigte Stadt, wodurch der Schutz nach Artikel 25 der Haager Landkriegsordnung ("Es ist untersagt, unverteidigte Städte, Dörfer, Wohnstätten oder Gebäude, mit welchen Mitteln es auch sei, anzugreifen oder zu beschießen") verlorenging. Es wurde ein Ultimatum bekanntgegeben, was abgelehnt wurde! Erst in der letzten Minute gingen die Niederländer darauf ein. Bereits am 12. Mai stand die 9. Panzerdivision in den Vororten von Rotterdam, dem größten Hafen der Niederlande und einem wichtigen Handelszentrum. Die Verteidiger der Stadt wollten jedoch nicht aufgeben. Sie leisteten hartnäckigen Widerstand, als Generalleutnant Rudolf Schmidt am 14. Mai den niederländischen Stadtkommandanten Oberst Philip Scharroo warnte, wenn der Widerstand nicht eingestellt werde, würden die Deutschen ihn mit allen Mitteln brechen. "Dies kann die völlige Vernichtung der Stadt zur Folge haben", hieß es in Schmidts Kapitulationsaufforderung. Das war keine leere Drohung. Hitler hatte befohlen, Rotterdam nötigenfalls wie Warschau durch Luftangriffe zur Kapitulation zu zwingen. 100 Flugzeuge vom Typ He 111 des Kampfgeschwaders 54, welches zur Luftflotte 2 unter dem Oberbefehl des Generals der Flieger Albert Kesselring gehörte, hatten bereits den Angriffsbefehl erhalten und sollten gegen 14 Uhr starten, falls Rotterdam bis dahin nicht kapitulierte. Die erste Angriffskolonne mit 57 Maschinen würde von Oberst Walter Lackner geführt werden. An der Spitze der zweiten würde Oberstleutnant Otto Höhne fliegen. Ihr Ziel war die holländische Kräftekonzentration in einem Dreieck unmittelbar nördlich der Maas, die sich durch Rotterdam windet. Bei der Einsatzbesprechung waren die Bomberbesatzungen aufgefordert worden, auf unter ihnen aufsteigende rote Leuchtkugeln zu achten. Falls sie welche sahen, sollten sie den Angriff abbrechen. Leuchtkugeln bedeuteten, daß Rotterdam im Begriff war, sich zu ergeben. Oberst Scharroo überbrachte Generalleutnant Schmidts Kapitulationsaufforderung seinem Vorgesetzten, dem holländischen Oberbefehlshaber General Henri Winkelmann. Die beiden niederländischen Offiziere entschieden sich für eine Hinhaltetaktik und forderten Verhandlungen mit dem deutschen Parlamentär, Oberstleutnant Dietrich von Choltitz. Um 13.50 Uhr, als Choltitz und Scharroos Parlamentär, sein Adjutant Hauptmann Bakker, zusammentrafen, liefen in 300 Kilometer Entfernung - weniger als eine Stunde Flugzeit von Rotterdam - bereits die Motoren von Lackners Kampfgeschwader 54 warm. Die nun folgende Tragödie wurde durch unzulängliche Nachrichtenverbindungen ausgelöst. Schmidts Anhaltebefehl an die Luftflotte 2 - "Angriff wegen Verhandlungen verschoben" - wurde wegen Funkstörung erst um 14.15 Uhr übermittelt, als Lackners und Höhnes Maschinen längst gestartet waren. Die Funker der Luftflotte 2 konnten die Frequenz, auf der die Rotterdam anfliegenden He 111 zu erreichen waren, nicht finden, und als Kesselrings Oberkommando den Befehl an die Leitstelle des Geschwaders bei Bremen, die eine Verbindung hätten herstellen können, weitergeleitet hatte, war es bereits zu spät. ![]() Die britische Propaganda sprach von 25 Tausend Toten in Rotterdam. Eine Zahl, die auch nach dem Krieg weiter Bestand hielt. Tatsächlich kamen bei dem tragischen Angriff 814 Menschen um. 814 Tote zuviel gewiß. Keine
Rechtfertigung !
Wer dennoch die totale Zerstörung Dresdens mit hunderttausenden Toten schlichtweg als Antwort auf Warschau, Rotterdam oder Coventry rechtfertigen und verharmlosen will, macht zwar aus seiner Verachtung auf deutsche Opfer keinen Hehl, aber es entspricht ganz einfach nicht der Wahrheit! Die Teilnehmer des alljährlichen Trauermarsches haben gezeigt, daß die Lügen und Verdrehungen nicht weiter hingenommen werden. Ihnen geht es nicht um Rache oder Relativierung. Sie wollen Gerechtigkeit und Frieden für Deutschland. Sie wollten den heutigen Kriegstreibern, die seit Dresden 1945 und Hiroshima weiter Bomben auf unschuldige Menschen in aller Welt werfen, ihre Verachtung zeigen. |
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| J.W. |
12.02.2006 |
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