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US-amerikanisches Kriegsverbrechen in Lippach |
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| Ein Bericht zur Erinnerung
an die 36 blutjungen Kameraden, die in Lippach auf grauenvolle Weise
vom Leben "befreit" wurden: Am 22. April rollten ca. 80
Sherman-Panzer aus Richtung Ellwangen auf
Lippach zu. Verteidiger waren junge Angehörige der Waffen-SS, mit
wenigen Ausnahmen erst 17 und 18 Jahre alt. Die meisten waren erst kurz
zuvor in die Garnison Ellwangen eingezogen worden. Die Panzer schossen
elf Gebäude, Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen in Brand,
wobei 80 Stück Vieh mit verbrannten.
Schnell erkannten die Einheitsführer, daß die Übermacht für die jungen unerfahrenen Soldaten viel zu groß war und setzten sich mit ihren Männern nach Süden ab. Leider gelang es nicht allen deutschen Soldaten, sich in Sicherheit zu bringen. Ein Zeitzeuge, Herr Oppold, erzählte, bei ihm seien sieben SS-Soldaten und eine Frau einquartiert gewesen. Als gegen 13 Uhr amerikanische Truppen einrückten, versuchten sie über den Hinterhof zu entkommen, dies gelang jedoch nur einigen. Während ein Soldat auf der Flucht erschossen wurde, geriet ein weiterer, vermutlich Unterscharführer Georg Roth aus Waldhütten, in Gefangenschaft. Der gefangene SS-Mann wurde so brutal zusammengeschlagen, daß er mehrmals zusammenbrach. Als er sich nicht mehr erheben konnte, wurde ihm mit dem Gewehrkolben der Schädel eingeschlagen. Sein Seitengewehr wurde ihm anschließend bis ins Erdreich durch den Brustkorb gestoßen. Augenzeuge Franz Frank erzählt: "Gegen 16 Uhr wurden sechs der 17 und 18 Jahre alten SS-Soldaten, nur mit Siefel, Hose und Unterhemd bekleidet, mit erhobenen Händen, von ca. 20 betrunkenen Negersoldaten unter Gejohle und mit Musikbegleitung zum Friedhof gejagt. Ab und zu wurden die Jungs in den Straßengraben geprügelt, aus dem sie sich blutverschmiert wieder hochrappelten. Bei den Kreuzwegstationen feuerten die Amerikaner mehrfach Salven in die Luft, den sechs Jungen wurden die Schädel eingeschlagen, der ganze Weg war mit Gehirnmasse verspritzt." Augenzeuge Pfitzer, der die Toten barg, bestätigte: "Alle hatten eingeschlagene Schädel und keinerlei Schußwunden. Die Namen der sechs erschlagenen Jungen sind unbekannt, da bei ihnen weder Erkennungsmarken, noch Soldbücher gefunden wurden." In der Scheune des Landwirts Ladenburger wurden von betrunkenen US-Soldaten zwei entwaffnete SS-Männer, Martin Erk und sein Kamerad Heinz, auf den Tisch einer Kreissäge gelegt, um sie bei lebendigem Leibe zu zersägen. Dies war nur wegen eines Stromausfalls nicht möglich. Daraufhin wurden beide mit Maschinenpistolen zusammengeschossen. Während Heinz verstarb, wurde Martin Erk für tot gehalten und hinter dem Haus in eine Hecke geworfen. Nach Aussage einer Lippacherin veranlaßte tags darauf ein US-Offizier, daß der Schwerverletzte in ein Lazarett gebracht wurde. Zehn Tote lagen auf einer Schafweide, alle von hinten erschossen, teils mit Kopfschüssen. Vier Tote lagen am Ortsausgang Richtung Baldern. Keiner dieser 14 jungen Soldaten hatte noch eine Waffe bei sich, alle lagen mindestens 50 Meter von ihren Schutzlöchern entfernt, in denen ihre Waffen gefunden wurden. Zur traurigen Bilanz gehört noch, daß zirka 20 Frauen zwischen 17 und 40 Jahren, unter ihnen auch einige Schwangere, an diesem Sonntag, den 22. April 1945 von den "Befreiern" vergewaltigt wurden. Nur dem beherzten Eingreifen von Pfarrer Josef Boy war es zu verdanken, daß es nicht noch mehr Frauen waren. Er hielt sie in seinem geräumigen Pfarrhauskeller versteckt. Nur ein Soldat, Hans Schymek, hat damals das Massaker überlebt. Am Montag veranlaßte ein amerikanischer Offizier die Bergung der Toten, damit waren beauftragt: Ludwig Beuter, Georg Oppold, Johannes Ernst, Alfred Opitz und Felix Pfitzer. Alfred Poitz, ein armamputierter, nach Lippach verschlagener Musikdirektor aus Dortmund ist es zu verdanken, daß 26 der toten SS-Männer anhand ihrer Soldbücher und Erkennungsmarken registriert werden konnten. ![]() Die Augenzeugin
Theresia Beuther pflegte die Grabstätte dieser 36
ermordeten Jungen, in den ersten Jahren heimlich, oft auch bei Nacht,
nach deren Tod tut dies nun ihre Schwiegertochter Petronilla Beuther.
Eine spätere SS-Kameradschaft aus Schwäbisch Gmünd hat
die Grabstätte in ihrer Obhut, unterstützt wird sie durch den
Landesverband und der Truppenkameradschaft der 3. SS-Pz.Div.
"Totenkopf".
Der Einfachheit halber wurden die umherliegenden Waffen zu den Toten ins Grab gelegt. Dieser Umstand verhindert, daß die Ermordeten umgebettet werden können, wie es die Städt Lippach vorhatte (vermutlich um die Gräberstätte loszuwerden. Man bedenke die BRD-Doktrin: SS-Soldaten = böse Tote). Alle, die denken, dies sei ein einmaliges "Versehen" der Amis gewesen, muß ich enttäuschen. Diese Blutspur setzt sich vom Jagsttal über meinen Heimatort bis in das angrenzende bayrische Schwaben fort. |
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| Siegfried Hirsch | 17.05.2005 |
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