Das ist die BRD oder: was einem am Vatertag so alles passieren kann


Etwa 30 junge Leute treffen sich am Vatertag am Göttinger Stadtrand, um zur Plesse-Burg zu wandern. So geschehen am 21. Mai und an sich eine gute Sache. Dennoch störte sich das Göttinger Tageblatt daran. Warum, kann sich schon fast jeder ausmalen: Richtig, die jungen Leute kamen aus dem nationalen Lager. Nun hatten aber sowohl das Tageblatt als auch (traurigerweise) die örtliche Polizei das Problem, daß die Mitglieder besagter Wandergruppe keiner der von der BRD-Presse eifrig verbreiteten Klischees entsprachen: Weder waren sie in Springerstiefeln oder sonstwelchen angeblich "typischen" Kleidungsstücken unterwegs (oder gehörten einer solchen "Szene" an) noch hatten sie irgendwelche Waffen noch waren sie agressiv oder betrunken oder laut-pöbelnd.

Da aber - gerade bei jungen Leuten - nationale Einstellungen oder auch nur bloße Tendenzen von unseren BRD-etablierten Herrschaften hierzulande immer mit Hetze und Drangsalierung bekämpft werden, musste das auch diesmal geschehen.
Die Polizei war bei der Wanderung unnötigerweise von Anfang an dabei, als handele es sich bei den Jugendlichen um gefährliche Gefängnisinsassen auf Freigang (obwohl man ja weiß, daß z.B. Kinderschänder, welche empörender Weise immer mal wieder Freigang bekommen, offenbar nicht so sehr überwacht werden).

Da von den jungen Leuten nun aber überhaupt gar keine öffentliche Gefahr ausging, verlegte man sich aufs Schikanieren und künstliche "Kriminalisieren": Beim Überqueren der Gruppe von Bahngleisen an nicht erlaubter Stelle, griff die Polizei dann erfreut zu! Man kontrollierte ausgiebig die Personalien und leitete wegen einer lächerlichen  Gleisüberquerung einer Vatertagswandergruppe (denn nichts weiter war es!) allen Ernstes gegen alle Jugendlichen Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Es muss ja schließlich alles seine Ordnung haben in einem System der Überwachung!

Durch die massive, optisch für jeden erkennbare, Präsenz der Polizei, wurden schließlich auf einem Grillplatz einige verhetzte "Linke" aufmerksam gemacht, so daß es von Seiten dieser Personen zu Beleidigungen der üblichen Art gegenüber den jungen Leuten kam. Daraufhin entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung, aufgrund welcher dann den Nationalisten (!!) "zur Vermeidung von Konfrontationen" von der Polizei das Betreten von Plesse und Grillplatz untersagt wurde.

Den Nachschlag lieferte das Göttinger Tageblatt mit dem Artikel "Einsatz gegen rechte Szene" (allein diese Überschrift gehört bestraft!), in dem die kleine Gruppe verwirrter 'Antifaschisten' als "Passanten" beschrieben wurde und ansonsten in der typischen Manier "berichtet" wurde.

Ja, das ist die BRD!

Thorsten Werckmann (NPD-Göttingen)
NPD Göttingen - Regionales
 22.05.2004