|
Güntersen wehrt sich mal wieder gegen
Neonazis |
||
Wie ein kleiner Ort Schauplatz politischer Selbstdarstellung eines Grünen Ortsrates wird. Schon vor einigen Monaten gab es Berichte über den „Braunen Spuk“ im Dorfe Güntersen der Gemeinde Adelebsen. „Rechtsextreme“ sollen sich dort an mindestens drei verschiedenen Adressen regelmäßig treffen und… ja und was eigentlich? Keine Gewalt gegen Ausländer und Andersdenkende wird dort verübt. Keine Feuer gelegt, Parolen gerufen oder geschmiert. Nicht einmal politische Werbung oder Veranstaltungen finden dort statt. Es scheint fast so, als würde dort niemand Kenntnis von den sogenannten „Neonazis“ nehmen. Vermutlich wüsste dort niemand etwas vom vermeintlich „rechten treiben“, wenn da nicht Norbert Hasselmann wäre, seines Zeichens Ortsrat der Grünen in Güntersen und demnächst vermutlich Anwärter auf den Posten des Bürgermeisters. Bekanntlich muss man ja erst einmal bekannt sein, bevor man gewählt werden kann. Vielleicht wittert Herr Hasselmann ja bei den vielen Wahlerfolgen seiner Partei schon einen besseren Posten und versucht jetzt mit allen Mitteln, seiner Karriere einen gewichtigen Anschub zu versetzen. Initiativen gegen Rechts eignen sich für so was ja bekanntlich immer gut. Der Mensch braucht halt einen Sündenbock. Schon im letzten Jahr brachte Herr Hasselmann im Ortsrat in Güntersen eine Resolution ein mit dem schönen und eingängigen Titel „Güntersen gibt Nazis keine Chance“, in der es unter anderem heißt: „An Wohnungseigentümer wird
appelliert, Neonazis keinen Wohnraum zu geben und mit ihnen bestehende
Mietverhältnisse zu kündigen“.
Dies ist ein Aufruf zu einer Diskriminierung, die jeder Rechtsgrundlage entbehrt. Und weiter heißt es in der Resolution: „An
Nachbarn von „einschlägig bekannten Personen“ wird appelliert,
rechtsextreme Feiern zu registrieren und Ortsratsmitgliedern oder auch
der Polizei mitzuteilen“. Den „Neonazis“ müsse in aller Deutlichkeit
gezeigt werden, dass sie beobachtet würden. Faschismus sei keine politische
Meinung, sondern ein Verbrechen.
Bekanntlich ist ja
immer die Meinung des politischen Gegners ein Verbrechen, und dieser
gehört am besten weggesperrt.Sprich: es geht nicht darum, strafbares zu melden, sondern einzig und allein darum, Leute zu beobachten und auszuspionieren, die nicht ins Weltbild des Herrn Hasselmann passen! Jedenfalls wurde dieser Antrag nun auch im Gemeinderat Adelebsen zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Polizei sagte zur Situation in Güntersen allerdings, dass es in den vergangenen Jahren keinen Anlass für einen Einsatz gab, selbst eine willkürliche Hausdurchsuchung führte zu keinem Ergebnis. Wie uns mitgeteilt wurde, scheint Herr Hasselmann im Ort aber oft selber Ärger zu haben und zu verursachen. Nachbarn und andere Bürger aus Güntersen berichteten über verschiedene Vorkommnisse und Auseinandersetzungen mit dem grünen Politiker, der die meiste Zeit des Jahres ohnehin nicht im Ort ist. Aber die Zeit, die er dort verbringt, scheint er effektiv zu nutzen, um sich ins Gespräch zu bringen. Jedenfalls wird deutlich, worauf wir zusteuern, wenn Leute mit Profilneurosen wie Herr Hasselmann etwas zu sagen haben. |
||
| M.H. | 10.04.2011 |
|