Die Göttinger Moschee und die Not der örtlichen Journaille


In was für einer verlogenen und dummen Gedankenwelt lebt eigentlich die bundesrepublikanische "politisch korrekte", alles beherrschende und verfilzte "politische Klasse"? Diese Frage stellte sich hier vor Ort mal wieder - wie so oft - wenn man heute das 'Göttinger Tageblatt' in die Hand nahm. Dort las man dann, das unsere regionalpolitisch superkorrekte Journaille nun auf einmal doch kleinere Probleme mit dem geplanten Bau der Moschee im Königsstieg (wir berichteten bereits am 08. & 11.05.) hat.

Woran das liegt? Nein, nicht etwa, weil man sich beim Tageblatt entschieden hätte, endlich Charakter (welchen man bei der jetzigen Redaktion vermutlich niemals antreffen wird) zu zeigen, und sich gegen den Wahnsinn eines zukünftigen multi"kulturellen" Flickenteppichs auf deutschem Boden auszusprechen. Wie kämen diese Leute auch dazu?

Der Stein des Anstoßes liegt darin, daß man (böse, böse) antizionistische Tendenzen bei einigen Beteiligten des Moschee-Projektes ermittelt hat. So hat sich laut Tageblatt der beauftragte Kasseler Architekt Yousef Salamah (45) auf einer "antizionistischen Internetseite" als vertriebener Palästinenser eintragen lassen. Auf dieser Weltnetzseite wird wiederum (ganz, ganz böse) die Meinung vertreten, daß "ethnische Säuberung und die Enteignung des palästinensischen Volkes in den vergangenen fünf Jahrzehnten als Kern des Konfliktes zwischen Palästinensern und Israelis zu betrachten sei". Weiter wird dort zu dem selben Thema u.a. ausgeführt, daß Gott den Juden das (sogenannte) heilige Land nicht verheißen haben könne, da Gott kein "Rassist" sei, der genetisch definierten Gruppen, auch nicht Nachfahren Abrahams, territoriale Versprechungen mache. Überdies stamme nur ein Teil der Israelis wirklich von Abraham ab. Bei den osteuropäischen Juden handele es sich in großer Mehrheit nicht um Nachfahren deutscher Juden, sondern um Chasaren, ein zum Judentum konvertiertes Volk.

Ja Kruzitürken und Himmel, A... und Zwirn! Was ist den an diesen Aussagen falsch? Allenfalls könnte man kritisieren, daß es zwischen den Chasaren und den restlichen Juden nachweisbar einige verwandschaftliche Beziehungen gibt. Aber ansonsten? Es finden doch ethnische Säuberungen in Palästina statt! Es werden doch pausenlos Palästinenser enteignet und vertrieben! Und wer sich die Entwicklung des israelischen Staatsgebietes von der Gründung vor mehr als fünfzig Jahren bis heute anschaut, muss entweder ein Lügner oder ein Narr sein um das zu bestreiten!

Aber all' dies scheint den Schreiberling des Tageblatts gar nicht zu interessieren, sondern vermutlich nur das eine: "Wie kann ich am glitschig-stromlinienförmigsten sein?", worauf sich in seinem Hirn vermutlich ein kurzer interner Interessenskonflikt abspielte, denn einerseits: Für eine und am besten immer mehr Moscheen zu sein, für Überfremdung und für (vor allem) südländische Masseneinwanderung zu votieren, ist ja ansonsten in unseren Breitengraden eine karrierefördernde, "moderne" und politisch-korrekte Sache, die man als Journalist bis zum Erbrechen betreiben sollte, zumindestens wenn man es weit bringen möchte. Aber andererseits: In den Verdacht zu kommen, antizionistisch oder gar "antisemitisch" (was auch immer damit hierzulande gemeint ist...) zu sein, ist ganz und gar nicht karriereförderlich oder opportun.

Und somit war wohl die Entscheidung unseres Tageblatt-Journaillisten schnell gefallen und der besagte Artikel fiel entsprechend empört über den antizionistischen "Extremismus" aus.
Aber um noch schnell zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, jubelte derselbe Schreiber in einem gesondert abgedruckten Kommentar noch kurz über den seiner Einerlei-Meinung nach an und für sich guten Bau der Moschee und sprach von einer angeblich für uns alle geltenden "Freude" darüber. Gleichzeitig jammerte er aber auch geflissentlich über den von ihm selbsternannten islamischen "Extremismus" der besagten Weltnetzseite und erklärte damit die schlichte Wahrheit als "extrem". Bravo, fein gemacht, Herr Tageblatt-Schreiber!

Bei der NPD wiederum sieht es genau andersherum aus: Wir unterstützen den Freiheitskampf der Palästinenser und den Kampf jedes Volkes, daß sich gegen die US-zionistische "One-World"-Politik zur Wehr setzt. Auf der anderen Seite sind wir ganz entschieden gegen jede Völkervermischung (was letztlich zur Auflösung und Kulturlosigkeit führt - siehe USA) und somit gegen die in der BRD betriebene Einwanderungs"politik" und geplante multi"kulturelle" Gesellschaft.
  

Thorsten Werckmann (Göttingen)
NPD Göttingen - Regionales
 19.05.2004