Schulbücher einfach vergessen


Niedersachsen. Der Lehrer Falko Markwerth, der im Landkreis Göttingen an einer Hauptschule unterrichtet, spricht Klartext:
Wir Pädagogen erleben häufig eine Ballung von Lerndefiziten, verhaltensauffällige und schwach lernmotivierte Kinder. Sprachschwierigkeiten führen darüber hinaus zu einem Lern- und Klassenklima, welches die Lehrkräfte zu Dompteuren in einem Zirkus degradiert.“

Die Verweigerung vieler Eltern, im Interesse der Kinder mit den Lehrern zusammenzuarbeiten, ist bezeichnend für deren Gleichgültigkeit.

Des weiteren wurde berichtet, daß es keine Erdkunde-, Geschichts- und Biologiebücher, ganz zu Schweigen von Chemie und Physik für die Klassenstufen 5 und 6 gebe. Vermutlich habe das Kultusministerium schlichtweg vergessen, die Verlage frühzeitig über die Reform zu informieren, neue Bücher drucken zu lassen.

Keiner müsse sich dann wundern, daß viele Hauptschüler von hoher Arbeitslosigkeit betroffen sein werden, so Markwerth. Er spricht sich für eine bessere Lehrerversorgung und eine Doppelbesetzung in den Klassen 5 und 6 aus, da dort die Altersunterschiede der Schüler zwischen 11 bis 13 Jahren schwanken.

Wir fragen uns, wie es passieren kann, daß das Kultusministerium einfach die Schulbücher drucken zu lassen vergessen kann. Vermutlich haben sie wichtigere Aufgaben zu bewältigen. Eventuell engagieren sie sich weiterhin für das (Pflicht-) Fach „Türkisch“ an deutschen Schulen, damit wenigstens das Sprachdefizit beseitigt wird.

Daß Eltern nur allzu gerne die Erziehung dem Fernseher mit seinem „niveauvollem“ Programm überlassen, ist auch kennzeichnend für den gegenwärtigen BRD-Zeitgeist, in der „Familie“ nur noch klein geschrieben wird.
„Die kleinste Gemeinschaft innerhalb unseres Volkes ist die Familie. Ihr gehört daher die besondere Zuwendung und Pflege des Staates. Die Familie ist vor allen anderen Lebensgemeinschaften zu fördern. Nationaldemokraten lehnen die jede Gemeinschaft gefährdende „Selbstverwirklichung“ und den mit ihr einhergehenden schrankenlosen Egoismus ab... Im Zusammenleben mit Eltern und Geschwistern erfährt der Heranwachsende in der häuslichen Geborgenheit die natürliche Erziehung, die ihm hilft, sich zur Persönlichkeit zu entwickeln. Diese Geborgenheit ist das beste Bollwerk gegen die Zunahme psychischer Erkrankungen der Jugend“ (aus dem Parteiprogramm der NPD).
Es ist ganz einfach die Regel, daß Kinder. die eine anständige Erziehung genießen, auch bessere Schüler sind! Leider meinen viele Eltern, sich trotz Kindern immer noch „selbstverwirklichen“ zu müssen und sind mehr mit sich selbst beschäftigt, als sich um sich ihre Zöglinge zu kümmern. Das kann nicht gut gehen!


NPD Göttingen - Regionales
 22.02.2005