12 Thesen zum Globalismus


 
  
These 1: Globalismus ist der Versuch, Staaten zu entmachten
 
Globalismus ist das Bestreben, staatliche Souveränität durch Zerstörung staatlicher Steuerungsmechanismen zu zerstören. Maßgebliche Entscheidungen, die Ausdruck staatlicher Souveränität sind, können nicht mehr getroffen werden, da sie die Wirtschaft eines globalisierten Staates nachhaltig schädigen würden. Globalisierung ist der Prozeß, dessen sich die Globalisten zur Durchsetzung ihrer Ziele bedienen.
 
These 2: Globalismus ist kein Verteilungskonflikt zwischen Nord und Süd
 
Die Auswirkungen des Globalismus sind nicht lokal beschränkbar, sie sind global. Lediglich die Fortschritte, die die mit dem Globalismus verbundenen Entdemokratisierungs-, Naturzerstörungs-, Entrechtungs- und Verelendungstendenzen in einzelnen Regionen der Erde gemacht haben, sind gegenwärtig noch unterschiedlich. Auf der Südhalbkugel lassen sich die Auswirkungen des Globalismus, die auch die Nordhalbkugel treffen werden, besonders deutlich beobachten.
 
These 3: Globalisierung schafft Arbeitslosigkeit
 
Ziel eines Staates ist es, Vollbeschäftigung zu schaffen. Ziel eines Unternehmens ist es, möglichst große Profite zu erwirtschaften. Globalisierung drängt den Einfluß des Staates zunehmend zurück. An seine Stelle treten die Interessen der Kapitalisten. Diese haben Interesse an einem lokalen Überangebot an Arbeitskräften, da dies die Lohnkosten senkt und sie so auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig bleiben und ihre Profite maximieren. Aus diesem Grunde werden weltweit Migrationswellen in Gang gesetzt.
 
These 4: Globalisierung bedingt Sozialabbau
 
Durch den grenzenlosen Wettbewerb steigt der Druck auf die Staaten, ihr Sozialsystem zu beseitigen, um so global "wettbewerbsfähiger" zu sein. Infrastrukturelle Vorteile können diesen Druck mildern, aber nicht beseitigen. Die Entwicklungen in der brd auf diesem Sektor sind auch eine Folge der Globalisierungspolitik der herrschenden Parteien. Statt eines Wachstums des sozialen Wohlstandes schafft diese Politik Massenarmut.
 
These 5: Globalisierung zerstört die Natur
 
Der "Kostendruck", den die Globalisierung in allen Bereichen verursacht, wirkt sich auch bei Maßnahmen der Erhaltung der menschlichen Lebensumwelt aus. Wieder stehen sich staatliches Interesse, die Bewahrung der Natur und Volksgesundheit durch Naturschutzmaßnahmen einerseits und wirtschaftliches Interesse, Erlangung von "Wettbewerbsvorteilen" durch Einsparen von Naturschutzmaßnahmen andererseits diametral gegenüber.
 
These 6: Globalisierung zerstört die menschliche Kultur

Die von den Globalisten hervorgerufenen Migrationsströme führen ebenso wie die Uniformität der Märkte, ihrer Produkte und ihrer Kommunikation, zur Zerstörung gewachsener Sprachen und Kulturen. Brauchtum, Traditionen und Werte werden vom Uniformitätsdruck des globalen "Marktes" überrollt. Die Vielfalt menschlichen Daseins wird vernichtet.
 
These 7: Keine Globalisierung ohne Lohndumping
 
Volkswirtschaften, die im schrankenlosen Wettbewerb mit Staaten stehen, deren Bevölkerung durch Kapitalisten brutal ausgebeutet werden, verspüren einen enormen Druck, das eigene Lohnniveau zu senken. Der lange anhaltende Stillstand in der Reallohnentwicklung in der brd hat auch hierin seine Ursache.
 
These 8: Globalisierung ist undemokratisch
 
Die Staatsgewalt muß Ausdruck des Volkswillens sein. Globalisierung verdrängt Staatsgewalt durch Marktgewalt und Kapitalistenherrschaft. Aus Demokratie wird Oligarchie, aus Mitbestimmung wird medial diktierte Fremdbestimmung.
 
These 9: Globalisierung schafft gesellschaftliche Entsolidarisierung
 
Globalisierung ist ohne äußere militärische Gewaltanwendung undurchführbar. Sozialabbau, Lohndumping, Steuererhöhungen, Kapitalflucht und Migrationswellen können gegen einen geschlossenen Volkswillen nicht durchgesetzt werden. Globalisierung benötigt daher die totale Atomisierung der Gesellschaft, den schrankenlosen Individualismus.
 
These 10: Globalismus ist Imperialismus
 
Während die klassischen Formen des Fremdherrschaftsstrebens sich militärischer Machtmittel bedienten, um den Unterworfenen ihren Willen aufzuzwingen, bedienen sich die Globalisten der modernsten Methoden psychologischer Kriegführung. Die Kontrolle der Wirtschaft verleiht ihnen auch Herrschaft über die Kommunikationskanäle. Tributleistungen werden als Standortstärkung vermarktet.
 
These 11: Hauptträger des Imperialismus sind die USA
 
In letzter Konsequenz können auch Globalisierer nicht auf eine militärische Untermauerung ihrer Herrschaftsansprüche verzichten. Sie sind stets bestrebt, Staaten, die eine "Bedrohung" der Interessen der Globalisierer darstellen könnten, als "Schurkenstaaten" zu diffamieren und zu unterwerfen. Eine reale Bedrohung stellen nach Auffassung der Globalisierer Staaten dar, die dem Spekulationskapital Hindernisse in den Weg legen, die Kapitalbesitzer an Lohndumping, Sozialabbau und Naturzerstörung zu hindern versuchen, die sich gegen die Verschiebung von Arbeitskräften wehren, die sich gegen eine Ausbeutung ihrer Rohstoffreserven zur Wehr setzen und die flankierende Maßnahmen zur Durchsetzung dieser Politik behindern. Hauptträger des militärischen Globalisierungsimperialismus sind die USA und die ihr hörige NATO, auf wirtschaftlicher Ebene hat in Europa die EU diese Rolle inne.
 
These 12: Es gibt keine gerechte Globalisierung
 
Aus den oben genannten Gründen kann es keine "gerechte Globalisierung" geben. Globalisierung ist immer ungerecht, da sie die Interessen weniger Kapitalbesitzer über die Interessen gewachsener Völker stellt.

Nationaler Hochschulbund
NPD Göttingen - Weltanschauung
 14.10.2006