Wer füllt eigentlich die Begriffe mit Inhalt ?


Wenn man sich einmal die Mühe macht, in einem Fremdwörterbuch zu blättern, kann man die eine oder andere interessante Entdeckung machen:
  • Unter „Chauvinismus“ steht, wie nicht anders erwartet: (abwertend) extrem patriotische, nationalistische Haltung.
  • Die Definition für „Nationalismus“ lautet: (meist abwertend) starkes, übersteigertes Nationalbewusstsein.
  • Und zur Kontrolle finden wir für „Patriotismus“ die Erläuterung: (übertriebene) Vaterlandsliebe, vaterländische Gesinnung.
Also mit anderen Worten, egal ob man Patriot oder Nationalist ist, ist man anscheinend grundsätzlich immer reif für die Klapsmühle. Für die Autoren des Fremdwörterduden scheint es einen „normalen“ Nationalismus bzw. Patriotismus gar nicht geben zu können.

Dazu als Vergleich:
  • Liberalismus“ ist für die gleichen Autoren nicht etwa ein übersteigertes, extrem liberales Denken, sondern ganz harmlos und nüchtern: Denkrichtung u. Lebensform, die Autonomie, Verantwortung u. freie Entfaltung der Persönlichkeit vertritt.
Wer füllt die politischen Weltanschauungsbegriffe eigentlich mit Inhalt: ihre Vertreter oder ihre Gegner?

Liebe Fremdwörterbuchautoren, fragt doch bitte beim nächsten mal gleich einen Nationalisten wie meine Wenigkeit, und als alte Pfadfinder helfen wir euch auch gerne weiter:
  • Nationalismus“: politische Weltanschauung, in deren Mittelpunkt das jeweils eigene Volk / die jeweils eigene Nation steht, von Gegnern oft fälschlicherweise mit Chauvinismus gleichgesetzt! 

Daniel Hubert  NPD Göttingen - Weltanschauung
14.05.2005