Wenn man sich einmal die Mühe macht, in einem Fremdwörterbuch
zu blättern, kann man die eine oder andere interessante Entdeckung
machen:
- Unter „Chauvinismus“
steht, wie nicht anders erwartet: (abwertend) extrem patriotische,
nationalistische Haltung.
- Die Definition
für „Nationalismus“
lautet: (meist abwertend) starkes, übersteigertes
Nationalbewusstsein.
- Und zur Kontrolle
finden wir für „Patriotismus“
die Erläuterung: (übertriebene) Vaterlandsliebe,
vaterländische Gesinnung.
Also mit anderen
Worten, egal ob man Patriot oder Nationalist ist, ist man anscheinend
grundsätzlich immer reif für die Klapsmühle. Für
die Autoren des Fremdwörterduden scheint es einen „normalen“
Nationalismus bzw.
Patriotismus gar nicht geben zu können.
Dazu als Vergleich:
- „Liberalismus“
ist für die gleichen Autoren nicht etwa ein übersteigertes,
extrem liberales Denken, sondern ganz harmlos und nüchtern:
Denkrichtung u. Lebensform, die Autonomie, Verantwortung u. freie
Entfaltung der Persönlichkeit vertritt.
Wer füllt die
politischen Weltanschauungsbegriffe eigentlich mit Inhalt: ihre
Vertreter oder ihre Gegner?
Liebe Fremdwörterbuchautoren, fragt doch bitte beim nächsten
mal gleich einen Nationalisten wie meine Wenigkeit, und als alte
Pfadfinder helfen wir euch auch gerne weiter:
- „Nationalismus“:
politische Weltanschauung, in deren Mittelpunkt das jeweils eigene Volk
/ die jeweils eigene Nation steht, von Gegnern oft
fälschlicherweise mit Chauvinismus gleichgesetzt!
|