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Die Plastiktüte - ein Symbol der
Wegwerfgesellschaft |
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Neulich war in der HNA zu lesen, dass die Grünen im Bundestag Einkaufsplastiktüten durch eine Abgabe verteuern wollen und der Landkreis Göttingen diese Initiative unterstützt. Laut der umweltpolitischen Sprecherin Dorothea Steiner könnten die Tüten dann 25 Cent mehr kosten. Die Umweltdezernentin des Landkreises Göttingen, Christel Wemheuer (Grüne), wies darauf hin, dass es gute Alternativen zur Plastiktüte gebe. Ein Verbot halte sie aber für das falsche Modell, da es nicht um „hochgefährliche Stoffe“ gehe. Diese 25 Cent pro Tüte sind als zusätzliche Steuereinnahme sicherlich willkommen. Vernünftiger wäre allerdings ein komplettes Verbot der Plastiktüten und dies am Besten bundesweit, denn sie bestehen sehr wohl aus gefährlichen Stoffen, wie im weiteren Verlauf noch erklärt wird. Tatsache ist: Plastiktüten werden zum überwiegenden Teil aus Öl hergestellt, einem endlichen Rohstoff, der noch dieses Jahrhundert zur Neige gehen wird. Alternativen zur Kunststofftüte gibt und gab es immer. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Jutebeutel, Papiertüten oder das Verwenden von Einkaufskörben. Mittlerweile gibt es sagar Bio-Plastiktüten, die vollständig abbaubar sind. Die meisten Plastiktüten werden für den kurzen Transport von Einkäufen genutzt und danach meist weggeworfen ("entsorgt", wie man heute sagt). Nach dem Gebrauch dauert es zwischen 100 und 400 Jahren, bis die Tüten verrottet sind, und selbst danach werden sie nicht vollständig biologisch abgebaut. Sie zerfallen nur in kleinere Teile. Dagegen können Papiertüten einfach wiederverwertet (recycelt) werden. Dieses Thema muss im globalen Zusammenhang betrachtet werden. Der deutsche Politiker und Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms Achim Steiner forderte schon 2009 den globalen Produktionsstopp von Plastiktüten für den Einmalgebrauch. Steiner sagte dazu auf Bild.de: „Es gibt null Rechtfertigungsgründe, diese Tüten weiterhin überall in der Welt zu produzieren.“ Steiners Forderung liegt eine Untersuchung der UN zu Grunde, die Plastik als den größten Umweltzerstörer für das natürliche Gleichgewicht der Ozeane ausgemacht hat. Die Tüten und andere Plastikteile werden zum Beispiel durch Salzwasser dünner und kleiner geätzt und gehen schließlich in die Nahrungskette auch kleinster Meerestiere über – und werden damit auch zur Bedrohung für uns. Plastik:
Eine Gefahr für Mensch und Umwelt!
Schon heute sind weite Teile unseres Planeten mit Plastik zugemüllt! Tausende Tonnen Plastik werden täglich ins Meer gekippt, dort schwimmt schon sechsmal mehr Plastik als Plankton. Zwischen Hawai und der Westküste der USA hat sich ein etwa 3 Tonnen schwerer Müllstrudel gebildet, der zum Großteil aus Kunststoffen besteht. Er ist flächenmäßig so groß wie Mitteleuropa und ist eine ernste Gefahr für alle dort lebenden Tiere wie etwa Meeresschildkröten, Wale, Haie und Robben, welche jedes Jahr zu Zehntausenden an den Folgen sterben. Vögel füttern mit dem Plastikmüll sogar ihre Jungen. Sogar Korallen sterben ab, weil sich die absinkenden Plastikteile in ihnen verfangen und den Korallen das Licht und die Nahrung nehmen. Vielen Tieren an Land ergeht es ähnlich, wenn sie Nahrung auf Mülldeponien suchen. Weitere solcher Müllteppiche gibt es im Südpazifik, im Atlantik, im Indischen Ozean und sogar im Roten Meer. Desweiteren sollte jeder wissen, dass wenn man aus Kunststoffgefäßen trinkt, wenn man daran riecht oder es nur berührt, man unfreiwillig Giftstoffe über die Haut oder die Schleimhäute aufnimmt. Plastik enthält oft Quecksilber und andere Schwermetalle sowie Weichmacher, welche sich auf den menschlichen Körper wie das weibliche Sexualhormon Östrogen auswirken. Die Folgen sind zum Beispiel bei Mädchen ein früheres Eintreten der Pubertät und eine Verweiblichung bei Jungen. Dies führt sogar zu vermehrter ungewollter Kinderlosigkeit. Ein Verbot von Plastiktüten wäre ein längst fälliger Schritt in die richtige Richtung, um wenigstens ein Stück zum Erhalt unseres Planeten beizutragen. 25 Cent Preiserhöhung wären lächerlich und kämen dem Bundeshaushalt zugute. In den Siebziger Jahren forderten die Grünen bereits lobenswert "Jute statt Plastik". Lleider ist seit dieser Zeit nicht viel passiert, und das, obwohl unter Rot/Grün doch alle Türen offen standen für ein bundesweites Verbot. Aber wie bei allen anderen Themen wird von grüner Seite gerne protestiert, um den Schein zu wahren, aber sellten gehandelt oder gar Nägel mit Köpfen gemacht. Die
NPD fordert ein sofortiges Verbot von rohstoffverschwenderischen und
umweltzerstörerischen Einwegplastiktüten.
Umweltschutz ist Heimatschutz - und das nicht nur vor der eigenen Haustür Weitere Fakten über Plastik:
Wo es schon Plastiktütenverbote gibt:
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| 12.09.2010 |
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