Rechtfertigung der Vertreibung durch Tschechiens Präsident Klaus

Tschechen zeigen wieder einmal ihre Primitivität

Zu den Äußerungen des tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus, der in der heutigen Prager Zeitung „Mlada fronta Dnes“ die Vertreibung von drei Millionen Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei als “präventive Maßnahme“ zur Verhinderung eines neuen Krieges und zur Bestrafung der Schuldigen bezeichnet, erklärt die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach MdB:

Die neueste Rechtfertigung der Vertreibung der Sudetendeutschen ist eine Ohrfeige für Europa. Tschechiens Präsident Vaclav Klaus stellt mit seinen Ausführungen für die Prager Zeitung „Mlada fronta Dnes“ wieder einmal seine menschenrechtsfeindliche Haltung unter Beweis gestellt.

Wer versucht, Vertreibung - in welcher Form und aus welchen Gründen auch immer - zu rechtfertigen, zeigt, dass er von den menschenrechtlichen Standards der Europäischen Union nichts hält. Da hilft es auch nicht, wenn er feststellt, dass es auch „zu einer Reihe widerlicher Taten gegenüber Deutschen“ gekommen sei, die „auch nach damaliger Sicht nicht gerechtfertigt gewesen“ seien.

Mit seinem lapidaren Hinweis darauf, dass die Vertreibung „ausschließlich Wirkung, nicht Ursache“ gewesen sei, zeigt Klaus, dass er das eigentlich Verbrecherische an einer Vertreibung gar nicht sehen will. Hier rächt es sich außerdem, dass sich deutsche Politiker bis heute jahrelang damit begnügt haben, die gesamte Problematik der Vertreibung der Sudetendeutschen mit einem Hinweis auf die Formel von Ursache und Wirkung abzutun. Hinter dem gleichen Formalismus versteckt sich Klaus und geht damit der Verantwortung seines Landes aus dem Weg. Es ist in hohem Maße erschreckend, wie einfach es sich offenbar viele Verantwortliche mit der Bewältigung der Vergangenheit machen.

Vertreibung ist und bleibt ein Verbrechen gegen die Menschenrechte. Menschenrechte sind unteilbar und gelten für alle. Wer nicht einmal bei einem zeitlichen Abstand von fast 60 Jahren bereit ist, dies zu akzeptieren, sondern im Gegenteil nach immer neuen Rechtfertigungen sucht, offenbart ein Gedankengut, das nicht in die Europäische Union gehört.


Diesen recht deutlichen Worten von Frau Steinbach haben wir nur noch folgendes hinzuzufügen, um die Lügenhetze des Tschechen nicht im Raum stehen zu lassen, die nicht nur mit Menschenrechten inkompatibel ist
  • Die Anwesenheit der Deutschen in Böhmen und Mähren hat nichts, aber auch gar nichts mit Krieg im Allgemeinen oder dem Zweiten Weltkrieg im Besonderen zu tun.
  • Die Tschechen stellen die Deutschen gern als von außen eingedrungene Invasoren dar. In Wirklichkeit lebten die Deutschen mindestens mit dem selben Recht in ihrer Heimat wie die Tschechen.
  • Die Besetzung der Tschechoslowakei, also die Gründung des Protektorates Böhmen und Mähren im Jahre 1939 diente, wie schon der Name sagt, vor allem dem Schutz der Deutschen Bevölkerung. Wie nötig dieser war, zeigte sich sofort, nachdem die Sudetendeutschen wegen der Handlungsunfähigkeit des Reiches schutzlos geworden waren: sofort ging der tschechische Mob wie eine Horde wilder Bestien auf seine ehemaligen Nachbarn los - junge wie alte, Frauen wie Männer, ob Nazis, "schuldig" oder nicht -, und es begann die Hölle auf Erden für unsere armen sudetendeutschen Landsleute.
Lesen Sie dazu auch unseren Bericht über den sogenannten "Prager Maiaufstand"

Quelle: www.bund-der-vertriebenen.de NPD Göttingen - Weltanschauung
 11.06.2005