Ein neues Jahr, ein neues Glück


Ein neues Jahr, ein neues Glück -

für erhöhte Preise gibt’s kein zurück

Im neuen Jahr wird es mal wieder abenteuerlich für unsere Geldbeutel und Bankkonten. Viele Dinge wurden schon heimlich, still und leise teurer, bei anderen ist die geplante Erhöhung bereits bekannt, damit man sich daran gewöhnen kann, und wieder andere werden für viele recht Überraschend kommen.

Dass der Benzinpreis mal wieder versucht, Rekorde zu erklimmen, ist nicht neu. Auch das Strom, Gas-, Wasser- und Abfallgebühren erhöht werden, wundert einen schon längst nicht mehr, und man fragt auch nicht mehr nach den
meist obskuren Gründen für die Erhöhungen. Aber schaut man sich das ganze Spektrum der Mehrkosten in diesem Jahr an, dann fragt man sich allmählich, wie man sich das ohne Gehaltserhöhungen alles noch leisten kann, ohne einen gewissen Lebensstandard zu verlieren und auf Dinge zu verzichten.

Hier nur eine kleine Auswahl:

Versicherungen

Der Beitragssatz für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steigt von 14,9% auf 15,5%. Vorgesehen ist außerdem, dass die Kassen Zusatzbeiträge künftig in unbegrenzter Höhe erheben dürfen. Einige Krankenkassen erheben schon jetzt Zusatzbeiträge.
Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung steigt von 2,8 auf 3,0 Prozent.

Strom + Nebenkosten

Unser Strom wird teurer, angeblich auf Grund einer staatlichen Umlage für erneuerbare Energien, obwohl es auch hier dieses Jahr zu Subventionskürzungen kommt. Die so genannte EEG-Umlage erhöht sich von 2,05 auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Ein durchschnittlicher Haushalt kommt dann ca. auf zusätzliche 66 Teuro im Jahr.

Wasser- und Abwassergebühren werden auch dieses Jahr wieder teurer. Nachdem die letzten Jahre schon fleißig erhöht wurde, ziehen dieses Jahr viele Gemeinden nach oder erhöhen schon wieder. Wo überall was erhöht wird, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber jeder, der aufmerksam Zeitung liest, weiß sicherlich schon bescheid über die neuen Grundgebühren oder die geänderten Tarife.

Städte und Gemeinden wollen ihre Haushaltslöcher damit stopfen und haben auch noch anderes auf Lager. Achten Sie mal auf Eintrittspreise bei Schwimmbädern, Museen, Theatern oder anderen öffentlichen Einrichtungen. Zudem werden viele Gemeinden die Grundsteuern für Immobilienbesitzer erhöhen, was sich in den meisten Fällen auch an den Mieten bemerkbar machen wird.

Mobiltelefone

Verneudeutscht auch Handys genannt, werden auf Grund steigender Rohstoffpreise vermutlich spürbar teurer. Auch die in China ansteigenden Personalkosten sind hierfür, aber auch für andere Branchen, ein wichtiges Kriterium. Da mittlerweile ein Großteil an Produkten in China hergestellt wird, werden da höchstwahrscheinlich auch noch andere Preisüberraschungen auf uns zukommen.

Urlaub


Zum Glück sind die Zeiten vorbei, als man als Alleinverdiener mit seiner Familie noch zweimal im Jahr Urlaub machen konnte, denn auch das Reisen wird teurer. Mal abgesehen vom Benzin und der teurer werdenden Vignette in Österreich und Schweiz, werden Flugtickets teurer, und zwar dank der Flugticketsteuer. Das sind für Kurzstrecken 8 Euro pro Start, für die Mittelstrecke 25 und die Fernstrecke 45 Euro. Aber auch in den Reisekatalogen für 2011 kann man feststellen, dass die Zeit der Billigangebote und Preissenkungen vorbei ist. Die Bahn hat übrigens nur wegen überaus großer Kritik von Medien und Politik auf Preiserhöhungen verzichtet. Schuld daran sind die vielen Skandale im letzten Jahr.

Lebensmittel

Mit diesem Thema könnte man mehrere Bücher füllen, und zum Glück gibt es auch schon einige sehr gute. Neben Mogelpackungen, bei denen der Preis bleibt, aber der Inhalt weniger wird, zahlen wir auch hier wieder reichlich drauf, angefangen bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Brötchen, Nudeln, Milch und Butter über Obst und Gemüse, welche an Qualität immer weiter abnehmen und von immer weiter weg hertransportiert werden, bis hin zu den Getränken und Genussmitteln. Die Liste ist schier endlos und nicht mehr überschaubar im Wettbewerb der großen Konzerne. Zudem wird gerade geprüft, welche Lebensmittel von der ermäßigten
7%- Mehrwertsteuer auf 19% hoch gestuft werden können. Na dann Mahlzeit!

Tabak

Freuen können sich jedoch die Nichtraucher, da sie nicht von der Tabaksteuer betroffen sind. Denn ab Mitte dieses Jahres bis zum Jahr 2015 wird der Preis für eine Schachtel mit 19 Zigaretten um bis zu 8 Cent steigen, die größeren Schachteln natürlich dementsprechend auch, selbst beim losen Feinschnitttabak wird diesmal ca. 14 Cent pro 40g drauf geschlagen, nicht zu vergessen die Aufrundungen durch die Tabakkonzerne.

Kurzarbeit

Hat uns die Kurzarbeit bisher auch schon fast 5 Milliarden Euro gekostet, so wird sie jetzt noch mal für jeden Einzelnen teurer, denn ab diesem Jahr müssen die Arbeitgeber die Sozialbeiträge wieder selbst übernehmen. Auch gibt es nur noch für 18 statt bisher 24 Monate Geld.

Mal schauen, was noch so alles auf uns zu kommt: GEZ, PKW-Maut, Alkoholsteuer - Ideen für neue Steuern haben unsere Demokraten reichlich. Vielleicht
eine Gardinensteuer wie in den Niederlanden, wer weiß?...

Das fängt Jahr gut an!


NPD Göttingen - Weltanschauung
 8.1.2011